Die Zusammenarbeit des Geigers Adam Taubitz und des Gitarristen Aliéksey Vianna vereint zwei Musiker, deren künstlerische Wege die Grenzen konventioneller Stilrichtungen überschreiten. Verwurzelt sowohl in der klassischen Musik als auch in der Tradition der Improvisation, erkundet ihr Duo einen musikalischen Raum, in dem Kammermusik, Jazz, lateinamerikanische Einflüsse und spontane Kreativität zu einem höchst persönlichen und ausdrucksstarken Dialog verschmelzen.
Obwohl ihre musikalischen Wurzeln aus unterschiedlichen Traditionen stammen, teilen Taubitz und Vianna eine gemeinsame künstlerische Sprache, die von Neugier und stilistischer Offenheit geprägt ist. Im Laufe der Jahre sind sie gemeinsam in Brasilien, Frankreich und der Schweiz aufgetreten – sowohl als Duo als auch in grösseren Formationen wie dem Thomas Dobler New Baroque Quartet und Stephan Kurmann Strings. Ihre Zusammenarbeit zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Verbindung von Virtuosität, Improvisationskunst und aufmerksamem musikalischem Dialog aus.
Das Repertoire des Duos spiegelt diese künstlerische Haltung wider. Ausgehend von zeitgenössischer klassischer Musik, Jazz und südamerikanischen Traditionen bewegen sich ihre Programme fliessend zwischen komponierten Werken und improvisatorischer Entfaltung. In diesem Konzert präsentieren sie Musik von Ralph Towner, Sérgio Assad, Astor Piazzolla und Robert Beaser – vier Komponisten, deren Werke klassische Kunstfertigkeit und rhythmische Vitalität auf besondere Weise miteinander verbinden.
Adam Taubitz
Der in Polen geborene und in der Schweiz lebende Adam Taubitz erlangte zunächst internationale Anerkennung als Violinvirtuose. Als Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe, darunter der Tibor-Varga- und der Niccolò-Paganini-Wettbewerb, bekleidete er führende Positionen in einigen der renommiertesten Ensembles Europas, darunter beim Sinfonieorchester Basel sowie bei den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado. Neben seiner herausragenden klassischen Laufbahn pflegte Taubitz jedoch stets eine enge Verbindung zum Jazz und zur Improvisation. Sowohl auf der Violine als auch auf der Trompete zu Hause, konzertierte er in Europa, Asien und Amerika und arbeitete mit Künstlern wie Kirk Lightsey, Philip Catherine, Nigel Kennedy, Thomas Quasthoff, Emmanuel Pahud und Makaya Ntshoko zusammen.
Aliéksey Vianna
Der brasilianische Gitarrist Aliéksey Vianna machte international auf sich aufmerksam, nachdem er zwischen 1998 und 2002 mehr als zwanzig internationale Gitarrenwettbewerbe gewonnen hatte. Seither trat er als Solist in über dreißig Ländern auf und arbeitete mit Orchestern und Kammermusikensembles in Europa, Nord- und Südamerika sowie darüber hinaus zusammen. Zu seinen musikalischen Partnern zählen unter anderem Pierre Boulez, Antonio Meneses, Paul McCandless, Peter Erskine, Nguyen Lê, Jorge Rossy, Gabriele Mirabassi, Tracy Silverman und Sérgio Assad. Neben seiner Konzerttätigkeit ist Vianna als Pädagoge und künstlerischer Leiter des Tabuleiro Jazz Festivals in Brasilien aktiv.